Mach's mal anders!

 

Vor Kurzem hat meine dreijährige Tochter zu mir gesagt, dass sie Schreiben und Lesen lernen möchte, wie die großen Schulkinder. Und Hausübung möchte sie auch machen. Ich werde sie in ein paar Jahren daran erinnern! Doch warum kommt es überhaupt dazu, dass Kinder nicht mehr lernen wollen und Hausübung machen blöd ist?

 

Zu Beginn der Schullaufbahn überwiegt die sogenannte intrinsische Motivation, der Antrieb von innen. Kinder wollen lernen, wenn sie etwas toll finden und Spaß am Lernen haben. Durch den Leistungsdruck unseres Schulsystems und das Gefühl. lernen zu müssen, verschwindet das gute Gefühl und damit auch die Motivation. Und nein, gute Noten zu haben ist für die meisten Kinder ein Antrieb von außen.

 

Was kannst du für dein Kind tun, um den Spaß am Lernen zu erhalten?

 

1. An verschiedenen Orten lernen

  • Schon mal am Trampolin Vokabeln gelernt? Oder beim Spazieren das Einmaleins aufgesagt? Nein? Unbedingt ausprobieren! Das Gelernte wird nämlich auch mit dem Ort an dem wir es gelernt haben, verbunden. Durch das Erinnern an den Ort ruft dein Kind gleichzeitig den Lernstoff ab. Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn das Lernen vom Schreibtisch an den Esstisch oder auf den Boden verlegt wird.

2. Rollentausch

  • Heute bist du der Schüler! Lass dir von deinem Kind den Lernstoff erklären. Sei neugierig und offen und stelle ruhig auch Fragen, wenn du etwas nicht verstehst. Wichtig ist, dass du den Rollentausch ernst nimmst.

3. Loben, loben, loben

  • Nicht geschimpft ist schon gelobt? Stimmt nicht! Darum lobe dein Kind ehrlich, wenn es etwas gut gemacht hat. Damit rückst du den Fokus auf das Positive und stärkst dein Kind ungemein. Übrigens hängt es auch vom Lerntyp deines Kindes ab, über welchen Sinneskanal es Lob am besten aufnimmt.

4. Typgerechtes Lernen

  • Wenn du den Lerntyp deines Kindes kennst, kannst du kreative Lernmethoden passend anwenden. Viele Bilder und bunte Farben sind ideal, wenn dein Kind den visuellen Lernkanal bevorzugt. Lernt dein Kind besser über den auditiven Kanal, kannst du es den Lernstoff vorlesen lassen. Kinder, die kinästhetisch veranlagt sind, müssen den Lernstoff im wahrsten Sinne des Wortes "begreifen" und lernen mit Bewegung leichter.

Jetzt, wo du diese vier Tipps gelesen hast, möchte ich, dass du noch heute einen davon umsetzt. Sehr wirkungsvoll ist das Loben ;-) Ich wünsche dir viel Erfolg beim Ausprobieren!

 

P.S.: Einfache Übungen, die du leicht in den Alltag integrieren kannst und die dein Kind beim Lernen unterstützen, findest du im Onlinekurs "Lernen leicht gemacht".

 

P.P.S.: Noch besser kannst du dein Kind unterstützen, indem du das persönliche Lernprofil berücksichtigst! Alle Infos darüber findest du hier!  


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