Die drei Lerntypen

Wie wir am leichtesten Lernen hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Aber es gibt drei grundsätzliche Lerntypen, die unseren bevorzugten Sinneskanal bestimmen, wenn es ums Lernen geht.

In diesem Artikel möchte ich sie heute näher beschreiben:

 

 

Kinder, die den auditiven Lernstil bevorzugen, lernen am besten durch konzentriertes Zuhören. Wenn sie für sich alleine lernen, sprechen sie wahrscheinlich den Stoff vor sich her oder bewegen die Lippen beim Lesen. Um Informationen abzuspeichern, ist es für diese Kinder hilfreich, mit einer zweiten Person über das Gelernte zu sprechen. Sie haben einen ausgeprägten Wortschatz und achten sehr auf ihre Wortwahl und den Satzbau. "Das hört sich gut an.", "Darüber habe ich schon viel gehört." und ähnliche Sätze sind typisch für den auditiven Lerntypen.

 

 

Dieser Lerntyp nimmt seine Umwelt vor allem über das Sehen wahr. Um sich zu erinnern, ruft dieser Typ Bilder in seinem Kopf ab. Meist schaut er dabei nach oben rechts oder links. Um sich den Lernstoff leichter zu merken, ist es für ihn notwendig ein Bild davon zu machen, indem er sich dazu Skizzen malt oder den Stoff noch einmal aufschreibt. Für ihn ist eine ordentliche, klar strukturierte Arbeitsumgebung wichtig, genauso wie eine schöne Schrift. Kinder, die diesen Lernstil bevorzugen, lesen gerne, bauen Lego nach Plan und lieben Puzzles. Sie sagen Dinge wie "Ich blicke (nicht) durch" oder "Jetzt geht mir ein Licht auf!".

 

 

Der kinästhetische Lerntyp braucht vor allem Bewegung und positive Gefühle, um gut zu lernen. Er erinnert sich durch das Abrufen von Gefühlen. Meist hat er eine ausgeprägte Körpersprache und hat gerne Körperkontakt. Diese Kinder müssen den Lernstoff mit allen Sinnen begreifen, darum sollten sie basteln, malen, ausschneiden, experimentieren, … dürfen, um sich das Wissen anzueignen.

Um gut zu lernen, sollte sich dieser Lerntyp immer bewegen können. Dabei reicht es oft einen Stressball zu kneten oder zu kritzeln. Wenn es möglich ist, kann er auch beim Lernen auf und ab gehen. Kinästheten verwenden auch eine eher bildhafte Sprache, allerdings mit mehr Gefühl, wie zum Beispiel "Da lacht mein Herz!" oder "Mir zittern vor Angst die Knie.". 

 

 

Die meisten von uns sind Mischtypen, wobei ein Lerntyp vorrangig ist. Ich habe bis heute nur eine einzige Person ausgetestet, bei der alle drei Anteile ausgeglichen sind. Bei Kindern dominiert sehr oft der kinästhetische Anteil, was auch erklärt, warum ihnen das ruhige Sitzenbleiben beim Lernen so schwer fällt.

 

Möchtest du jetzt wissen, welcher Lerntyp dein Kind ist und wie du es am besten beim Lernen unterstützen kannst? Dann lies hier weiter über die Lernprofilbestimmung!

 

Und jetzt interessiert mich, ob du eine Vermutung hast, welcher Lerntyp du selber bist ;) Verrate mir doch die Antwort in den Kommentaren!

 


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