Die richtige Ernährung

 

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich spezielle Ernährungsempfehlungen für die Kinder, die zu mir in die Praxis kommen, habe.

Und da muss ich immer passen, den Ernährung ist nicht mein Thema. 

Ich esse zwar gerne, aber das macht mich noch nicht zur Expertin auf dem Gebiet. Darum überlasse ich heute meiner Kollegin Birgit Engert von HAPPY'N'ESS das Wort.

 

 

Ernährung ist ein sehr wichtiges Thema, was heutzutage ganzheitlich betrachtet werden sollte. Die Ernährung Ihres Kindes hat einen großen Einfluss auf dessen Gesundheit, ist jedoch nur einer von mehreren Bausteinen.

Denn ein Kind, das sich gesund ernährt aber den ganzen Tag vor dem Computer sitzt, ist kein gesundes Kind. Gerade im Kindesalter können wir die Weichen richtig stellen und relativ einfach Einfluss nehmen auf ein gesundes und ausgewogenes Verhalten für die Zukunft.

 

Die große Frage, die dabei alle beschäftigt: was ist eigentlich gesund?

 

Die offiziellen „Regeln“ für gesunde Ernährung haben sich bei den meisten herumgesprochen. Viel Obst, noch mehr Gemüse, Wasser trinken und wenig Süßigkeiten. Auch wenn sich nicht alle Familien an dieses Raster halten, haben es die meisten doch schon einmal gehört.

 

Wirklich gesund ist meiner Ansicht nach aber nur die Ernährung, die wirklich individuell auf das einzelne Individuum abgestimmt ist.

Gerade Kinder haben uns Erwachsenen gegenüber den Vorteil, dass sie noch nicht so sehr durch Außeneinflüsse geprägt sind. Sie können noch sehr viel besser auf ihren Körper hören und nach sogenannter Körperintelligenz essen und leben. Der eigene Körper, in diesem Fall das bekannte Bauchgefühl, sollte durchaus mitentscheiden dürfen, wie die Ernährung des Kindes aussieht. Denn unsere Körperintelligenz ist in dieser Hinsicht der beste Ratgeber.

Viele Kinder verabscheuen bestimmte Gemüsesorten, bspw. Auberginen oder Tomaten. Beide gehören zur Klasse der Nachtschattengewächse, für die ein hoher Gehalt an Cumarinen charakteristisch ist. In roher Form nicht jedermanns Sache, erhitzt oder frittiert oft schon besser genießbar. Wenn ein Kind also gewisse Abneigungen hat, sind diese meistens durchaus berechtigt. Die Körperintelligenz greift ein und gibt ein entsprechendes Signal, dieses Lebensmittel nicht zu essen. Denn dann verträgt das Kind bestimmte enthaltene Stoffe einfach nicht.

Nichtsdestotrotz sollte man Kinder an verschiedene Gemüsesorten und generell an Lebensmittel heranführen und immer wieder probieren lassen und nicht gleich nach erster Ablehnung aufgeben.

 

Vorsicht ist allerdings bei Süßigkeiten geboten, denn auch hieran können Kinder sich gewöhnen. Wer die Schokolade beim ersten Bissen noch ausspuckt, wird sich beim 2. oder 3. Probieren an den Geschmack gewöhnt haben und immer wieder danach verlangen. Gewöhnen Sie die Kinder also nicht zu früh an den süßen Geschmack und sorgen Sie, vor allem in den ersten Lebensjahren, dafür, dass die Kinder sich zuckerfrei ernähren. Dies wird Ihnen den Umgang damit in den späteren Jahren definitiv erleichtern. Der erhobene Zeigefinger sollte hierbei allerdings aus dem Spiel bleiben.

Viel wichtiger ist es, dass Sie, die Eltern, als großes Vorbild voran gehen. 


Birgit Engert ist Ernährungscoach, Personal-Trainer und Trainerin für somatische Intelligenz. Außerdem hat sie eine kinesiologische Ausbildung genossen und ist Mutter von zwei Kindern.


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