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Fordern wir zu viel von unseren Kindern?

von | Mrz 17, 2021 | Kinder, Persönliches | 2 Kommentare

Vor ein paar Tagen habe ich meine Tochter beim Zähneputzen beobachtet. Ich habe sie von der Seite angesehen und plötzlich war dieser Gedanke da:

 

Wir fordern zu viel von unseren Kindern.

 

Im Alltag müssen sie kooperieren und sich nach unseren Anforderungen richten. Rechtzeitig aufstehen, schnell genug beim Anziehen und Frühstücken sein, pünktlich in die Schule kommen. Und das ist erst der Anfang (des Tages).

Bis zum Schlafengehen sammelt sich da einiges an.

Also ob das nicht genug wäre, kommen dann auch noch die Anforderungen der Schule und der einzelnen Lehrerinnen dazu. Ja, ich weiß, „das ist halt so im Leben“. Aber lies noch weiter, ich möchte auf etwas anderes hinaus.

Nachdem wir das Jahr 2021 schreiben, befinden wir uns mitten in der „neuen Normalität“. Was in diesem Fall heißt, dass sich unsere Kinder zwischen wechselnden Unterrichtsformen und social distancing zurecht finden müssen.

Das ist echt viel.

Die Kinder, die sich in der Schule schwertun, müssen dann (wie sonst auch) noch zusätzlich an ihren Defiziten arbeiten und üben, üben, üben. Tja, und wenn Kinder zu mir in die Praxis kommen, damit ich ihnen dabei helfe, das Lernen leichter zu machen, dann kriegen sie tatsächlich von mir auch noch Bewegungsübungen als Hausaufgabe.

Und wir Eltern erinnern die Kinder an all ihre Aufgaben – so oft, dass wir uns den Mund fusselig reden. Wir wollen ja nur das Beste für unsere Kinder und ihr weiteres Leben. Auch wir Eltern fordern zu viel von uns selbst. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

 

Nicht erst einmal habe ich in der Praxis gehört, dass es schwierig war, das Kind zu den Übungen zu bewegen.

 

Und ich kann das verstehen. Noch eine Aufgabe mehr, dass gemacht werden muss.

Leider ist es so, dass gerade die Dinge gestrichen oder von den Kindern verweigert werden, die eigentlich am wichtigsten sind.

Bewegung an der frischen Luft.

Absichtsloses vor sich hin spielen.

Der Kreativität freien Lauf lassen.

Stattdessen flüchten viele Kinder in die ablenkende Welt der Computerspiele. Auch bei uns hat der Konsum von solchen Medien im letzten Jahr zugenommen. Ist ja auch eine willkommene Abwechslung zuhause ohne Freunde.

Immer öfter denke ich darüber nach, ob unsere Kinder eher bereit wären mit uns ein paar Bewegungsübungen vor dem Lernen zu machen, wenn wir sonst nicht so viel von ihnen fordern würden. Wenn sie weniger an ihren „Fehlern“ arbeiten müssten, könnten sie ihre Talente mehr ausleben. Aber das hat unser Schulsystem so nicht vorgesehen.

Es ist ein schmaler Grat, auf dem wir als Eltern da wandern.

Auch mir fällt es nicht immer leicht, hier die Balance zu halten. Aber je öfter wir uns dessen bewusst werden, umso leichter und rascher können wir gegensteuern.

Dann können nämlich alle Beteiligten von solchen Bewegungsübungen (wie ich sie in meinem Leichter lernen Club zeige) profitieren. Du musst nicht mehr motzen, weil dein Kind freiwillig – oder zumindest bereitwillig – die Übungen mitmacht.

Dadurch kann sich dein Kind besser konzentrieren und ist schneller beim Lernen und der Hausaufgabe. Und das wiederum wirkt sich auf euer Miteinander als Familie aus – positiv natürlich!

Ja, das liest sich toll in der Theorie.

Aber ich sag dir was: es kann auch in der Praxis so funktionieren! Ich zeige dir gerne, wie das geht.

Leichter lernen der Club
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2 Kommentare

  1. Sylvia Suer

    Liebe Bianca!
    Dein schöner Artikel spricht mir aus der Seele – auch ich habe diese Gedanken ganz oft in letzter Zeit…… Es ist halt echt schwer, das Beste für sein Kind zu wollen und es gleichzeitig so sein zu lassen, wie es eben ist. Ich möchte mich tatsächlich wieder mehr um ganz bewusste „Schön-Zeit“ miteinander kümmern, ohne etwas haben zu wollen oder etwas erreichen zu wollen, einfach nur „Sein“. Und Dein Artikel hat mich gerade wieder sehr dazu inspiriert – vielen Dank!
    Alles Liebe,
    Sylvia

    Antworten
    • Bianca Hanke

      Liebe Sylvia!
      Ich bin mir sicher, dass gerade viele Eltern solche Gedanken haben, nur spricht das kaum jemand aus. Schön, dass ich dich mit meinem Artikel zum Umsetzten angeregt habe!
      Ganz liebe Grüße, Bianca

      Antworten

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