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Die fünf Sprachen der Liebe für Kinder

von | Mai 24, 2022 | Kinder | 0 Kommentare

Das Konzept der fünf Sprachen der Liebe stammt vom amerikanische Paartherapeuten Gary Chapman. Es geht darum, dass jeder Mensch auf eine bestimmte Art seine Liebe ausdrückt. Und genau diese Art ist es auch, wie jemand gezeigt bekommen möchte, geliebt zu werden.

Beruflich bedingt hat er alles erst einmal auf Erwachsene bezogen und „seinen“ Ehepaaren empfohlen, die Liebessprache des jeweils anderen herauszufinden. Er meint, nur mit der „richtigen“ Sprache kann man den „Liebestank“ des anderen füllen. So dass sich jeder in der Beziehung geliebt fühlt.

Das gleiche gilt auch für Kinder. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit lässt sich herausfinden, welche Liebessprache dein Kind bevorzugt. Und dann ist es relativ einfach, den „Liebestank“ deines Kindes zu füllen.

Die 5 Sprachen der Liebe sind:

Lob und Anerkennung

Für jedes Kind ist es wichtig ist, gelobt zu werden und Anerkennung zu erfahren.
Doch wenn das die Liebessprache deines Kindes ist, ist es umso wichtiger. Dein Fokus sollte dann darauf liegen, deine Zuneigung mit Worten auszudrücken.
Ganz ehrlich. Ohne Bedingungen. Das Lob sollte immer berechtigt sein und einen konkreten Anlass haben. Andernfalls kann dein Kind sonst den Eindruck bekommen, du möchtest ihm nur schmeicheln – und das fühlt sich an, wie angelogen zu werden.

Geschenke, die von Herzen kommen

Bei dieser Liebessprache geht es darum, dem Beschenkten Freude zu bereiten. Dafür muss das Geschenk weder riesengroß noch besonders teuer sein. Da darf es auch schon mal etwas selbst Gebasteltes sein.
Und genau daran kannst du gut erkennen, ob dein Kind diese Liebessprache spricht. Kinder, die gerne beschenkt werden, drücken auch so ihre Zuneigung aus.
Dann bekommst du und jeder andere, den dein Kind gerne hat, sehr häufig selbst gemalte Bilder oder andere Kunstwerke.

Wichtig hierbei ist es, die Geschenke nicht als Belohnung (zum Beispiel für das aufgeräumte Zimmer) einzusetzen, denn das ist nicht das Gleiche.

Zweisamkeit

„Mama, können wir was spielen?“
Ist die Liebessprache deines Kindes die Zweisamkeit, braucht es vor allem ungeteilte Aufmerksamkeit. Das muss nicht immer gemeinsames Spielen sein. Das kann auch der Einkauf im Supermarkt sein, wenn ihr das wirklich gemeinsam macht.
Ist der „Liebestank“ eines Kindes mit dieser Sprache leer, setzt es alles daran, Aufmerksamkeit zu bekommen. Gegebenenfalls auch negative, bevor es gar keine bekommt. Hier kann ein kleines Ritual einen großen Unterschied machen: Nimm dir einmal am Tag zehn Minuten Zeit mit deinem Kind und erzählt euch von eurem Tag!

Zärtlichkeit (Körperkontakt)

Kinder brauchen viel Körperkontakt, da sind wir uns alle einig.
Jüngere Kinder holen sich diese körperliche Nähe ganz selbstverständlich, in dem sie zum Beispiel beim Vorlesen auf den Schoß klettern.

Manche Kinder behalten sich das auch bei, bei vielen aber wird das Kuscheln mit den Eltern dann peinlich. Und trotzdem brauchen sie diese Form der Zuwendung, vor allem, wenn das ihre Liebessprache ist.
Dann tut’s auch eine Umarmung zum Abschied oder beim nach Hause Kommen. Ein Streicheln über den Rücken beim Lernen. Ein ehrlich gemeintes Klopfen auf die Schulter als Anerkennung. Ganz nah gemeinsam auf der Couch vor dem Fernseher sitzen. Gib deinem Kind nur so viel körperliche Nähe, wie es auch annehmen kann.

Hilfsbereitschaft

Im Alltag helfen wir unseren Kindern ohnehin schon sehr oft. Aber um diese Hilfsbereitschaft auch als Ausdruck von Liebe verstehen zu können, gibt es hier einen kleinen, feinen Unterschied.
Zum Beispiel bittet dich dein Kind, dass du dich zu ihm setzt bei der Mathe-Aufgabe, obwohl es das auch alleine machen kann. Es geht hier immer auch um die Form der Aufmerksamkeit, die du deinem Kind entgegen bringst. Das heißt aber nicht, dass du ab sofort jedem Gefallen nachkommen musst. Sei dir einfach bewusst, welches Motiv hinter den Anliegen deines Kindes steckt!

Wie du die Sprache der Liebe deines Kindes herausfinden kannst

1. Wie bringt dein Kind dir gegenüber seine Liebe zum Ausdruck?

Sagt dir dein Kind immer wieder, dass dein Essen gut geschmeckt hat? Bekommst du oft Zeichnungen geschenkt? Oder hilft dir dein Kind gerne bei diversen Arbeiten im Haushalt? Das alles sind Hinweise auf die bevorzugte Liebessprache deines Kindes. Vielleicht ist es bei deinem Kind ganz offensichtlich, meistens muss man schon ein bisschen länger beobachten.

2. Wie bringt dein Kind anderen gegenüber seine Liebe zum Ausdruck?

Aus jedem Urlaub muss der Lehrerin, dem besten Freund und gefühlt der ganzen Klasse etwas mitgebracht werden? Dann würde ich darauf tippen, dass dein Kind „Geschenke“ als Liebessprache bevorzugt.

3. Worum bittet dich dein Kind häufig?

Jedes Kind will gelobt werden, gemeinsame Zeit verbringen und Geschenke bekommen. Aber was davon möchte dein Kind besonders oft von dir?

4. Worüber beklagt sich dein Kind häufig?

Das ist eine kleine Abwandlung der vorherigen Frage. Denn oft versteckt sich eine Bitte hinter einer Klage, wie zum Beispiel „Nie spielst du mit mir!“

 

Wenn du dich ausführlicher mit den fünf Sprachen der Liebe beschäftigen möchtest, kannst du die Bücher von Gary Chapman lesen. Es gibt neben der ursprünglichen Version noch die Varianten für Kinder, Familien, Singles und auch zur Mitarbeitermotivation.

 

Ist dir beim Lesen schon klar geworden, welche Sprache der Liebe dein Kind spricht? Verrate es mir gerne im Kommentar!

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